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Ökologische Landwirtschaft
Die ökologische (alternative, biologische) Landwirtschaft unterscheidet sich von der konventionellen Landwirtschaft durch weitgehend geschlossene Stoffkreisläufe und den Verzicht auf den Einsatz von Betriebsmitteln der Agrarchemie (Dünge-, Pflanzenschutzmittel und Pharmaka).
In der Tierhaltung wird auf bestimmte Haltungsformen Wert gelegt. Die Gentechnik wird total abgelehnt.
Im Ackerbau gibt es besondere Anforderungen an das Saatgut. Die Bodenfruchtbarkeit wird durch Fruchtfolge , Gründüngung und Wirtschaftsdünger erhalten . - Tiere bekommen nur ökologisch erzeugte Futtermittel. Sie haben Auslaufmöglichkeiten. Außerdem sind die Größen für Stall- und Betriebsflächen vorgeschrieben.
Auf die ökologische Landwirtschaft, die sich in Deutschland seit den 70er Jahren als besonderer Wirtschaftszweig entwickelt hat, entfallen 5,4 % der landwirtschaftlichen Fläche mit 19.813= über 4 % der Betriebe (Ende 2008). Innerhalb der alternativen Landwirtschaft gibt es unterschiedliche Bewirtschaftungsmethoden und -richtungen. Knapp die Hälfte dieser Betriebe hat sich in Anbauverbänden zusammengeschlossen (z.B. Bioland, Demeter etc. mit jeweils eigenen Siegeln). Als Dachverband fungiert der Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BOLW), in dem auch vor- und nachgelagerte Betriebe – von Futtermittelbetrieben bis Reformhäusern – organisiert sind.
Für Produkte ökologisch wirtschaftender Landwirte gibt es neben Regeln und Kriterien der Ökoverbände auch eine EU-Verordnung mit einem eigenen Biosiegel. Die Nachfrage nach ökologisch produzierten Produkten ist zunehmend und wird auch durch Lieferungen aus dem Ausland bedient.
