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Was bedeutet eigentlich...

... ein Schwein...


Schwein: Nutztier zur Fleischerzeugung. Als Nebenprodukt wird die Haut zu Leder verarbeitet. Schweine sind schnell wachsende Allesfresser. Domestizierte Wildschweine wurden im Laufe der Jahrhunderte zu den heute üblichen Hausschweinen gezüchtet. Das frühere Landschwein, dessen Mastendgewicht sich auf 150 kg und mehr belief, ist von fettärmeren und schnellwüchsigeren

... die Bezeichnungen Sau, Ferkel usw...


Schwein: Oberbegriff für alle männlichen und weiblichen Tiere
Eber: männliches Schwein, über 18 Monate alt
Sau: weibliches Schwein, nach dem ersten Wurf
Jungsau: weibliches Schwein von der Geschlechtsreife (sechs Monate) bis zum ersten Wurf
Jungeber: männliches Schwein von der Geschlechtsreife (sechs Monate) bis zum Alter von 18 Monate
Ferkel: Schwein mit einem Gewicht bis 25 Kilogramm
Läufer: Mastschwein zwischen 25 und 50 kg

... Schweinerassen...

Als Vorfahr des Hausschweins gilt das europäischasiatische Wildschwein. Ab dem 18. Jahrhundert kamen ostasiatische Schweine nach Europa und wurden mit dem europäischen Wildschwein gekreuzt. Heute werden weltweit rund 800 Millionen Schweine vor allem in China, Europa und Nordamerika gehalten.

Die in Mitteleuropa gehaltenen Schweinerassen sind überwiegend weiß. In Deutschland bedeutende Rassen sind Landrasse, Edelschwein / Large White und Pietrain. Regionale Bedeutung haben Leicoma, Schwäbisch-Hällische Schweine, Angler Sattelschweine und Deutsche Sattelschweine.

Die meisten Schweine in Deutschland - in Vermehrung, Mastferkelerzeugung und Mast - sind Kreuzungen aus den angeführten und wenigen weiteren Rassen.

... die Fütterung...



Schweine benötigen leicht verdauliche Futtermittel. Wichtig ist die richtige Zusammensetzung der im Futter vorhandenen Inhaltsstoffe; in Abhängigkeit von der Verwendung z.B. für Sau, Ferkel oder Mastschweine in der Endmast sind jeweils unterschiedliche Futtermischungen notwendig. Standardisierte Fertigfutter auf der Grundlage von Getreide und Eiweißträgern oder hofeigene Mischungen sind allgemein üblich.

... Haltung...



Grundsätzlich wird zwischen Stall- und Freilandhaltung unterschieden. Im Stall werden tragende und säugende Sauen, abgesetzte Ferkel, Jungsauen, Mastschweine und Eber getrennt voneinander gehalten. Die Ställe sind in Buchten für den jeweiligen Haltungsabschnitt eingeteilt. Die Gruppengrößen liegen zwischen zehn und 45 Tieren. Bei der Gruppenhaltung ist es wichtig, dass keine Veränderungen stattfinden, um Hierarchiekämpfe zu vermeiden. In der Schweinemast gibt es überwiegend strohlose Ställe mit Spaltenböden. Gibt es kein Stroh, muss den Tieren die Möglichkeit gegeben werden, mehr als eine Stunde am Tag „spielen“ zu können (beispielsweise mit Raufutter, Strohballen oder einer Kette). Wird Stroh eingestreut, handelt es sich um so genannte Tiefstreuställe mit 100 bis 200 Tieren. Nicht nur Schweine haben sehr hohe Anforderungen an das Stallklima, sondern insbesondere Ferkel. Aufzuchtställe haben beheizte Ruhekisten und sind meist klimatisiert. In der Freilandhaltung finden die Tiere Unterschlupf in Schweinehütten.
Die Fütterung erfolgt mit speziell auf Sauen, Ferkel und Mastschweine abgestimmten Futtermitteln. Grundsätzlich setzt sich das Futter aus Getreide, Eiweiß- und und Mineralfutter zusammen. In der Schweinemast gibt es unterschiedliche Mastmethoden, so z.B. die Getreidemast oder die Mast mit Maissilage. Mastschweine erhalten entweder drei- bis viermal täglich Futter oder können nach ihren eigenen Bedürfnissen (ad-libitum) fressen. Auch Ferkel erhalten ad-libitum besonders energie- und eiweißreiches Futter.